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eigengrau-Effekt

Warum selbst OLED kein perfektes Schwarz liefert: Der Eigengrau-Effekt

Wenn Sie an einen OLED-Fernseher denken, fällt Ihnen wahrscheinlich als Erstes die Fähigkeit ein, perfekte Schwarztöne zu erzeugen. Anders als herkömmliche LED-Fernseher benötigen OLED-Bildschirme keine Hintergrundbeleuchtung. Stattdessen kann jeder Pixel einzeln ausgeschaltet werden, wodurch tiefes, tintenschwarz entsteht. Aber hier ist der Haken: Selbst mit dieser Spitzentechnologie stellen Sie möglicherweise fest, dass der Bildschirm nicht wirklich pechschwarz ist, wenn der Fernseher ausgeschaltet ist oder ein komplett schwarzes Bild anzeigt. Was ist da los?

Der Grund, warum Sie selbst mit einem OLED-Display kein tiefes Schwarz sehen können, liegt an einem Phänomen namens „Eigengrau“. Mit Eigengrau wird die Farbe bezeichnet, die Ihre Augen in völliger Dunkelheit wahrnehmen. Es ist kein echtes Schwarz, sondern ein sehr dunkles Grau, ein Farbton, den Ihr Gehirn bei fehlendem Licht interpretiert.

Bei völliger Dunkelheit schaltet sich Ihr visuelles System nicht einfach ab. Stattdessen erzeugt Ihr Gehirn ein visuelles Rauschen, eine Art statische Aufladung, die dazu führt, dass Sie ein dunkles Grau statt eines perfekten Schwarz sehen. Dies ist ein wesentlicher Bestandteil der menschlichen Wahrnehmung und hat nichts mit der Technologie Ihres Fernsehers zu tun.

Ihre Augen ruhen nie völlig; sie verarbeiten ständig irgendeine Form von Eingabe, sogar im Dunkeln. Die Fotorezeptorzellen in Ihrer Netzhaut, insbesondere die Stäbchen, feuern ständig, und diese Aktivität führt zur Wahrnehmung von Eigengrau. Auf diese Weise geht Ihr Gehirn mit dem Fehlen visueller Reize um.

Auch wenn OLED-Displays durch das Ausschalten einzelner Pixel ein „perfektes“ Schwarz erreichen können, wird Ihr Schwarzeindruck immer durch die Linse von Eigengrau gefiltert. Wenn Sie Ihren OLED-Fernseher in einem völlig dunklen Raum ausschalten, erscheint der Bildschirm daher möglicherweise nicht so schwarz wie erwartet.

 

Damit kommen wir zur Bedeutung Ihrer Betrachtungsumgebung. Der auf Ihrem Bildschirm wahrgenommene Kontrast wird nicht nur vom Display selbst, sondern auch von der Umgebung beeinflusst. Eine schwach oder mäßig beleuchtete Umgebung (manche würden das als „Halo“ bezeichnen) kann dazu führen, dass die Schwarztöne auf Ihrem Bildschirm tiefer und dunkler erscheinen. Dies geschieht, weil sich Ihre Augen an die Lichtstärke der schwachen Umgebung anpassen, wodurch die dunkelsten Teile des Bildes auf dem Bildschirm stärker vom Hintergrund abheben.

Wenn Sie vorstellen bias lightingBeispielsweise erzeugt die simulierte D65 MediaLight Mk2 v2 um Ihren OLED-Bildschirm eine stabile, schwache Lichtquelle, die die wahrgenommene Helligkeit des Eigengrau-Effekts reduziert. Diese Beleuchtung bietet einen visuellen Bezugspunkt, der Schwarztöne auf dem Bildschirm noch satter und intensiver erscheinen lässt. Im Wesentlichen lässt das Hintergrundlicht dunkle Bildbereiche dunkler wirken, indem es Ihren Augen hilft, sich besser an den Kontrast anzupassen und so Ihr Seherlebnis insgesamt verbessert.

Im Wesentlichen bietet die OLED-Technologie ein unglaubliches Seherlebnis mit nahezu perfekten Schwarztönen. Wenn Sie jedoch verstehen, wie Ihr Gehirn und Ihre Augen diese Schwarztöne wahrnehmen, können Sie Ihr Erlebnis noch weiter verbessern. Indem Sie die Beleuchtung rund um Ihr Display sorgfältig steuern, können Sie eine Umgebung schaffen, in der diese Schwarztöne noch tiefer wirken und Kontrast und Details naturgetreu wiedergeben.

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